Donnerstag, 20. September 2007
Hilfe, Wolken am Himmel
Heute war mal wieder etwas weniger los. Früh Uni und ansonsten viel lernen war angesagt. Nach dem Seminar hab ich mich mit Marie und Jung getroffen und wir haben zusammen das Geburtstagsgeschenk für Komi gekauft (wofür mein letztes Geld drauf gegangen ist). Sie wird nämlich am Samstag 29 und da wird natürlich kräftig gefeiert. Am Abend war ich dann im Gym ein wenig Sport machen, damit man mir wenn ich zurück komme nicht gleich ansieht, dass ich in Amerika war :) und jetzt tun mir alle Knochen weh. Hat sich aber gelohnt, ich mag das Gefühl, wenn man völlig erschöpft und ausgepowert vom Sport kommt, dann hat man wenigstens das Gefühl was gemacht zu haben :). Komi hat heute ihre drivers licence Theorie Prüfung gehabt, aber ich weiß noch gar nicht, wie es ausgegangen ist, denn ich habe sie nur kurz getroffen als ich zum Gym bin und als ich wiederkam, war sie schon wieder weg. Sie ist nämlich mit Freunden in ein Restaurant essen gegangen.
Was vielleicht noch erwähnenswert ist, ist das das Wetter heute zum ersten mal nicht so perfekt war, hab heut nämlich ne lange Jeans angehabt. Waren nur so ca. 22 Grad und ganz viele Wolken am Himmel. Das hatten wir hier noch nie und ich hab gleich angefangen zu frösteln. Hoffe, das wird jetzt nicht zur Gewohnheit.
Ins studivz habe ich wieder ein Fotoalbum über L.A. reingestellt, aber ein paar Fotos werd ich auch hier immer noch mal reinstellen (bis ich wieder neue hab ;) ).
okay, das solls für heut gewesen sein. bis morgen. ganz liebe Grüße aus San Diego. eure silvi


Schuhgrößenvergleich mit Johnny Depp


Venice Beach


Blick von Beverly Hills auf L.A. (die Hochhäuser sind Downtown)

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Mittwoch, 19. September 2007
Der tollste Sport der Welt
So, heute wieder zeitgerecht. Da hab ich gestern so viel geschrieben und dann hat niemand von euch was dazu zu sagen. Schade. Na ja, da kann man wohl nix machen. Heute habe ich meinen neuen Lieblingssport gefunden: SURFEN. Das ist glaub das tollste überhaupt. Wir waren heute endlich im Ozean surfen, also bei richtigen Wellen und ich hab es sogar ein paar mal geschafft auf dem Brett stehenzubleiben. Das Gefühl auf einer Welle zu reiten ist echt unglaublich. Weiß gar nicht mit was ich das vergleichen soll, aber es ist sagenhaft und gibt nen riesen Adrenalinschub. Ich glaub, dass will ich öfter als nur einmal die Woche machen :). Einen Delphin hab ich leider noch nicht gesehen, aber das kommt hoffentlich noch. Surfen ist eigentlich gar nicht so kompliziert, man muss nur seine Angst vor den großen Wellen verlieren und sich einfach reinstürzen. Das aufstehen ist natürlich nicht so ganz einfach, aber in der Hocke auf den Wellen reiten ist auch total klasse und wenn man dann steht, ist es besser als alles andere, sogar besser als fliegen (viel besser). Vor Tauchgängen sollte man sich jedoch nicht scheuen, denn selbst wenn man auf der Welle reitet und sie bekommen hat, löst sich diese irgendwann auf und man fällt ins Wasser. Aber damit hatte ich ja noch nie ein Problem.
Beim surfen hab ich heut auch wieder ganz viele neue Leute kennen gelernt, unter anderem zwei Norweger (deren Namen ich leider nicht mehr weiß) und Angel aus Washington, die 14 Jahre in der Army war und 4 Jahre davon in Wiesbaden in Deutschland. Frag mich, was sie motiviert hat, 14 Jahre in der Army zu dienen. Viele junge Leute hier gehen in die Army, um studieren zu können, denn wenn sie sich für eine bestimmte Zeit verpflichten, bezahlt die Army ihr Studium und das ist hier nun mal so teuer, dass sich das einfach nicht jeder leisten kann. Von daher kann man hier auf dem Campus auch immer einen Stand der Army finden, die hier wahrscheinlich viele Rekruten findet.
Nach dem Surfen, was übrigens anstrengender ist, als man denkt, waren wir dann noch im Target. Da bekommt man echt alles: von Essen über Klamotten, über elektronische Sachen, Spiele, Putzsachen, Möbel, Schreibwaren bis hin zu Instrumenten. Echt der Wahnsinn und das alles zu kleinen Preisen, halt wie ein Supermarkt. So was kenn ich aus Deutschland nicht. Jetzt hab ich nun auch endlich ein Ladegerät und kann meinen eigenen Foto wieder starten, denn wenn ich ganz ehrlich bin, find ich das Marie und Komi zwar viele Bilder machen, aber nicht so unbedingt ein Auge für Motive habe bzw. das dann nicht umsetzen können (jedenfalls nicht so, wie ich es machen würde) und somit freu ich mich schon wieder, selbst fotografieren zu können. Und da ich noch keine Bilder von mir mit Wetsuit und Surfbrett habe, gibts noch ein paar Bilder von L.A..
Bis bald. ganz liebe Grüße
eure silvi


Hand in Hand mit Harry Potter ;)


silvi in Hollywood




die ganze Ausflugsgruppe :) (von links: Komi, ?, Marie, Christine, Gerret)


Pause am Venice Beach

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Dienstag, 18. September 2007
Segeln, Kino und Los Angeles
Hallo ihr Lieben. Melde mich wieder zurück von einem ereignisreichen Wochenende. Viel ist passiert, viel gibt es zu berichten. Aber von vorne . . .

Freitag,14.9.07
Das tollste und ereignisreichste an diesem Tag war das Segeln. Zum ersten mal war es auch nicht mehr bloß Theorie, sondern es ging aufs Wasser. Und das allein in einem Boot. Zu allem Überfluss war ich auch noch die erste der Gruppe, die hinausgeschickt wurde. Nach anfänglicher Skepsis, wie ich denn nun genau das Boot dahin bekommen sollte, wo ich es wollte, lernte ich jedoch ziemlich schnell, wie weit ich das Segel am besten einholen bzw. rauslassen sollte, damit das Boot volle Fahrt annimmt. Eine andere Herausforderung war das Wenden (Tacking und Jibing), bei dem das Segel sehr schnell (besonders beim Jibing) von einer Seite auf die andere rast und man darunter hinweg schnell die Seite wechseln muss (da das Boot sonst kentern würde), jedoch ohne das Ruder (in en: tiller) oder Mainsheet (das Seil an dem man das Segel einholte) loszulassen. War aber am Ende alles gar nicht so schwer, wie ich erst dachte und hat riesigen Spaß gemacht und unser Lehrer hat mich am Ende auch gelobt und gemeint, ich hätte meine Sache auf dem Wasser sehr gut gemacht :).

Samstag, 15.9.07
Nachdem ich fast den ganzen Morgen damit verbracht habe mit meinem Schatz und meinem Schnucki Schwester zu telefonieren, sind wir am Nachmittag ins Fashion Valley Center (Einkaufszentrum) gefahren. Mit der Shoppingqueen überhaupt (Marie) an der Seite und meiner reizenden Zimmermitbewohnerin (Komi), die zu nett ist um Marie jemals einen Wunsch abzuschlagen, fand ich mich dann auch in ziemlich vielen Läden wieder, in denen ich sonst eigentlich nicht einzukaufen pflege, denn mit 1350 Dollar für eine Tasche ist Gucci eindeutig zu teuer für mich. Am Abend waren wir dann im Kino (zum ersten mal hier in den USA). The Brave One mit Jodi Foster, aber meiner Meinung nach nicht mehr als ok und ein blödes Ende. Das lustigste waren jedoch die Amerikaner, welche prompt auf viele Szenen reagierten und das nicht nur mit Lachen, sondern auch klatschen und Zwischenrufe und am Ende wurde auch geklatscht, als wären wir im Theater. Was ich ziemlich gut fand, war die Lösung mit der Werbung, die kam nämlich während des Einlasses und als die Zeit war, in der es anfangen sollte, fing auch wirklich der Film an.

Sonntag, 16.9.07
Gestern war am meisten los. Wir waren nämlich in Los Angeles. Pünktlich 8 Uhr morgens verließen wir (Gerret, Christine, Marie, Komi und ich) in Gerrets Auto den Parkplatz Richtung L.A.. Ca. zwei Stunden später standen wir in Hollywood auf dem Walk of Fame. Vor dem Chinese Theater stand ich in den Fußabdrücken von Mr. J.Depp ;) und stellte fest, das meine Hand genau so groß wie die von Daniel Radcliffe ist. Unter anderem waren da noch die Abdrücke von Sean Connery, Tom Hanks, Richard Gere, Hildegard Knef, Robin Williams und Donald Duck (die waren übrigens ganz schön groß ;) ). Sterne gab es auch ziemlich viele, unter anderem von Ray Charles, Miles Davies, Halle Berry, Tom Cruise, Winnie the Poo und den Simpsons ;). War schon irgendwie cool. Am Kodak Theater, wo immer die Oscars stattfinden, waren wir auch. Ansonsten ist Hollywood sehr bunt (man trifft Spiderman, Mickey Mouse und Charlie Chaplin auf der Straße), aber nicht unbedingt die reichste Gegend. Die Reichen und Schönen dieser Stadt wohnen alle in Beverly Hills, wo wir als nächstes hingefahren sind. Der Reichtum dieses Stadtteils ist echt unvorstellbar. Auf mehreren Quadratkilometern reiht sich ein Palast an den andern, mit ausgefallenen Architekturthemen, riesigen goldverzierten Toren und Marmorsäulen vor dem Hauseingang. Grundstücke mit nem Pool so groß wie unser ganzes Grundstück, eigenen Tennisplätzen und Golfcourt hinter dem Haus sind da keine Ausnahme und als Sahnehäubchen gibts noch nen sagenhaften Ausblick über ganz Los Angeles. Ist echt der Wahnsinn. Ich glaub um sich da ein Haus leisten zu können, muss man drei mal im Lotto gewinnen und nicht nur einmal :).
Um wieder auf den Boden der Tatsachen und zur bunt gemischten Mehrheit der Bevölkerung zu kommen, sind wir danach nach Venice Beach gefahren. Einem richtig schönen Strand mit einer unfassbar bunten Promenade. Da tummeln sich die verrücktesten Leute und die lustigsten Stände und da bestimmt auf 2km Länge. Neben vielen Tatoo-, Souvenir-, Klammotten-, Sonnenbrillen- und Musikläden, gibt es da auch ziemlich viele Pubs und ein "Fitnesscenter" unter freiem Himmel, wo die Muskelprotze sich gegenseitig zu überbieten versuchen und vor den Promenadengängern ihre Muskeln zur Schau stellen. Straßenkünstler, Wahrsager und ein Kabinett der Skurrilitäten gabs da auch und alle "Arten" von Leuten (vom Rollschuhfahrenden indischen E-Gitarre spielenden Rockopa, über Schlangenbändiger, Tatoosüchtige, musikalische Indianer bis eben hin zu Leuten wie uns :) ). War schon ziemlich cool. Nachdem wir die ganze Promenade durchgelaufen waren, sind wir dann richtig entspannt am Strand mit den Füßen im Wasser zurück gelaufen.
Am Abend sind Christine und Gerret dann ins Justin Tinberlake Konzert in Downtown und Komi, Marie und ich mussten uns in Downtown beschäftigen. Leider ist das in L.A. nur Hochhäuser mit Büros und Hotels und somit besonders Sonntag Abend ziemlich ausgestorben. Somit fanden wir uns dann in einer Hotelbar wieder, wo eine große Leinwand hing, auf der sie die Emmy Verleihung, die gerade 3 Meilen weiter südlich von unserem Standpunkt stattfand. Als wir dann gingen, fuhren so viele Limosinen in den Straßen herum, wie ich mein ganzes Leben noch nicht annähernd gesehen habe. Man stand ein Minute da und ca. 3-5 Limosinen fuhren an einem vorbei. Da saßen bestimmt auch ein paar Stars drin ;).
Wie durch ein Wunder hab ich dann inmitten der Massen, die vom Justin Timberlake Konzert kamen, dann sogar Gerret und Christine entdeckt, ohne das wir telefonieren mussten (sie wussten auch nicht, dass wir dort waren). Somit machten wir uns dann gegen halb eins Nachts auf den Rückweg und erreichten unser dorm in San Diego um halb drei morgens.

Ein langes aber schönes Wochenende war zuende und wir fielen nur wie Steine ins Bett und als heute morgen der Wecker um halb acht klingelte, hätte ich ihn am liebsten aus dem Fenster geschmissen, aber die Uni hat uns wieder. In dem Sinne werde ich jetzt auch für meinen Shakespeare Test heute Abend lernen.
Also bis bald.
ganz liebe Grüße. eure silvi


um Donald zu doublen müssen Komis Füße noch ein wenig wachsen ;)


auf der Suche nach Stars auf dem Walk of Fame (Hollywood Boulevard)


vier Johnny Depp Fans :)


Privatanwesen in den Bergen von Beverly Hills


Venice Beach, im Hintergrund der indische Rockopa


Downtown L.A.

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