Mittwoch, 10. Oktober 2007
Von Nobelpreisträgern und Sushi
Hi hi. Wie ich gerade gesehen habe, haben sich die Top 5 der meistgelesenen Beiträge geändert. Nachdem mein erster . . . Eintrag wochenlang Platz eins beherrscht hat, hat jetzt "Politik, Shopping und Shakespeare" die Führung übernommen. Die Mischung machts wohl :). Sehr cool.
Zu heute lässt sich eigentlich nicht so viel erzählen, da heut mal wieder studieren angesagt war. Nachdem das Paper nun eingereicht ist, gehts jetzt an ein neues Buch. Diesmal beschäftigen wir uns mit Nobelpreisträgerin Toni Morrison und ihrem Buch "Paradise". Nachdem uns Silkos "Almanac of Dead" die Verdorbenheit und Probleme dieser Welt vor Augen geführt hat und uns davon überzeugt hat, dass etwas geändert werden muss, soll Toni Morrison uns nun ein paar Menschen zeigen, die versuchen sich eine neue Welt aufzubauen und etwas zu ändern und uns dabei zeigen, wie schwierig das sein kann. Da steckt wohl ein richtiges Konzept unserer Dozentin dahinter :). Auf jeden Fall kann ich schon mal sagen, liest es sich einfacher als Silko und ist auch nur halb so dick :).
Hab mir heute mal vor Augen geführt, dass es ja eigentlich schon Oktober ist und kalt sein müsste. Das ist total komisch, da sich das Wetter hier nicht ändert und ständig Sommer zu sein scheint, bekommt man irgendwie das Gefühl, dass die Zeit auch stehenbleibt. Sonst kann man immer am Wechsel der Jahreszeiten feststellen, wie schnell die Zeit vergeht, aber auf einmal hat man diesen Anhaltspunkt nicht mehr. Das muss mein Gehirn erst noch kapieren. In Deutschland ist man auch gewohnt, dass sobald es ein bisschen kühler wird, die Läden anfangen das Weihnachtszeug herauszukramen, aber hier findet man nichts dergleichen, was wahrscheinlich daran liegt, dass die Läden hier erst mal das Halloween Zeug herauskramen und das nicht zu knapp.
Mittlerweile bin ich hier auch zum richtigen Sushi Freak geworden. Das gibt es hier in den Läden und das ganze Mikrowellen Essen, bzw. auch teilweise das mexikanische Essen kenn ich nun schon so in und auswendig, dass ich es nicht mehr sehen kann und das Sushi hier ist echt sooo lecker. Mal sehen wann mir das dann wegen Überfressen zum Hals raus hängt :).
okay, mehr gibt es zu heute leider nicht wirklich, aber ein paar Fotos vom Wochenende bekommt ihr natürlich noch (hab soooo viele gemacht). bis bald. eure silvi


rechts: Fußgängerbrücke auf dem Weg nach Mexiko


viel Auswahl für Souvenire in Tijuana


salsa auf dem Marktplatz in Tijuana


einsame Strände auf Coronado Island


Im On Broadway

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Dienstag, 9. Oktober 2007
Mexiko, On Broadway und traumhaftes Coronado Island
Hi hi. Da bin ich wieder. Frisch und munter in der achten Woche (na ja, vielleicht nicht mehr ganz so frisch und munter, da es schon viertel zwölf ist und ich ziemlich müde bin ;) ). Leider hatte ich am Wochenende nicht soviel Zeit, um zu schreiben, aber das hat ja auch sein gutes, denn das heißt, ich habe ganz viel gemacht, was ich jetzt berichten kann.
Also, Samstag hab ich eigentlich erst mal den ganzen Tag mit research (Nachforschungen, Recherchen) für mein Paper verbracht. Am Abend haben wir uns dann aber in Schale geworfen und sind mal wieder ins On Broadway gegangen. Diesmal in großer internationaler Gruppe. Da waren unter anderem Jung und Michelle aus Korea, Komi aus Japan, Marie,Carl und Peer (ihr Besuch) aus Schweden und natürlich nicht zu vergessen die Deutschenclique Kevin, Gerret, Christine und Silvia :) und mit Abe aus San Diego stand ich in telefonischem Kontakt, der hat es dann aber nicht mehr bis zum Broadway geschafft. Ihr seht also an Leuten in Partylaune mangelte es nicht und die Stimmung war sozusagen gut :).
Trotzdem ich erst viertel vier ins Bett bin, war ich 8 Uhr morgens am Sonntag schon wieder auf den Beinen, jedenfalls erst mal unter der Dusche, um wach zu werden :). Und dann hab ich mich ganz vorbildlich meinem Paper und den anderen Hausaufgaben gewidmet (bin ja nicht nur zum feiern hier :) ). 11:45 Uhr haben Peer und Carl dann Marie und mich abgeholt und wir sind nach kurzem Aufenthalt in Seaport Village Richtung mexikanische Grenze gestartet. Kurz davor haben wir dann das Auto fallen lassen und sind zusammen mit einigen anderen über die große Fußgängerbrücke und durch einige Zäune nach Mexiko einmarschiert. Mit unseren Pässen hatten wir uns in dieser Richtung völlig umsonst bewaffnet, da niemand da war, der auch nur irgendetwas sehen wollte. Man ist nach Mexiko einmarschiert, als wäre es ein Einkaufszentrum: einfach durch die Drehtür durch. In Tijuana angelangt konnten wir dann schon ziemlich schnell den Unterschied zwischen dem reichen und sauberen San Diego und dem doch etwas einfacheren Tijuana, wo viele bettelnde Frauen an den Straßenrändern saßen, feststellen. Das war dann schon etwas deprimierend. Als wir dann aber ins Zentrum hineinkamen wurde es bunter und lauter, denn die machen da wirklich an jeder Straßenecke Musik und gehen mit ihren Instrumenten von Straßencafe zu Straßencafe. Wahnsinnig viele Läden und Stände mit sehr bunter Ware, vielen Hüten, Decken und Schmuck säumten die Straßen und aus jeder Nische kam jemand auf dich zugesprungen, der dir seine Spezialität andrehen oder dich in sein supertolles, günstiges Restaurant lotsen wollte. Das war ein wenig nervig mit der Zeit, aber günstig war es da wirklich. Wie ein riesiger Pfennigpfeifer.
Nach einem Besuch in nem kleinen Wachsfiguren Museum, in dem Madonna übrigens so alt dargestellt wurde, dass sie die glaube ich verklagen würde, wenn sie ihre Figur dort je sieht, haben wir dann ein schönes mexikanisches Essen in einem der vielen Restaurants genossen, begleitet von einer Mariachi Band. Tijuana ist schön und bunt, aber auch nicht besonders groß (jedenfalls die Stellen, wo man als Touri so hingeht), also waren wir um fünf Uhr schon fertig mit der Besichtigung und nachdem sie uns dann auch wieder in die USA gelassen hatten (in diese Richtung gab es natürlich Kontrollen), haben wir noch den Sonnenuntergang auf Coronado Island am Strand beobachtet. Das war echt traumhaft schön und mein persönliches Highlight an diesem Tag. Direkt am Strand steht dort das historische Coronado Hotel, welches wirklich traumhaft ist und eine Terrasse mit wunderschönem, unübertrefflichen Meerblick hat (da direkt am Strand). Dort haben wir dann noch einen Schlummertrunk genossen und die Lichter am anderen Ende der Insel beobachtet, bevor wir dann wieder zurück sind und ich dann noch ganz brav mein Paper zuende geschrieben habe. Alles in allem war ich danach hundemüde und bin es auch immer noch (oder schon wieder), da ich nicht viel geschlafen, aber viel gemacht habe, aber es hat sich gelohnt und es war würde ich mal sagen, mit der schönste Tag den ich hier bis jetzt gehabt habe.
hasta luego. ganz liebe Grüße. eure silvi


Hexen unter sich :), im Wachsfiguren Museum in Tijuana


Laden in Tijuana




Balkon des Restaurants, in dem wir gegessen haben


Coronado Island


Coronado Island


Coronado Hotel


bei so nem tollen Wochenende kann man sich ja nur freuen :)

ciaoi. bis bald

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Samstag, 6. Oktober 2007
Neuer Optimismus
Bon giorno. Hiermit kann ich berichten, dass es wieder bergauf geht. Das Tief der Grippe scheint überstanden, das Fieber hat sich verflüchtigt und ich sehe wieder voll Zuversicht meiner Zeit hier in Californien entgegen. Nichtsdestotrotz bin ich noch nicht vollständig wiederhergestellt und so eine Art 'Dauergeschafft', deswegen war ich auch heute nicht mit beim segeln. Ich weiß, segeln klingt sehr harmonisch, aber glaubt mir,. heute nicht. Was wir letzte Woche zu wenig Wind hatten, war heute zu viel. Da gab es große Wellen und auch ein Boot, was umgekippt ist und Marie konnte mir berichten, dass es nass (die großen Wellen haben einen See im Boot verursacht) und kalt war und da war ich dann doch ganz froh, dass ich nicht mit war, denn ich glaube, es ist dann vielleicht doch nicht die beste Heilmethode zwei Stunden frierend im Nassen zu sitzen, während man wahnsinnigen Stress hat, nicht ganz über Bord zu gehen, wenn man schon krank ist. Also hab ich das segeln heute nur theoretisch bestritten und dafür Kathleen (die wir im zoo getroffen hatten, bzw. auf dem Weg zum Zoo) wiedergetroffen. Sie kam vorbei und erzählte uns, dass sie am Wochenende (übermorgen) hier in die University Towers zieht, da sie ihr Zimmer wechselt, weil sie mit der Mitbewohnerin nicht klar kam. Morgen Abend wollen wir wieder ins On Broadway gehen, da zwei Freunde von Marie aus Schweden kommen, denen sie natürlich den coolsten CLub hier in der Stadt vorführen will ;) und dank der lieben Silvi kommen auch alle kostenlos rein, da ich mich auf die Gästeliste schreiben lassen konnte und noch 6 Gäste mitnehmen darf (die Plätze sind sehr begehrt kann ich nur sagen (auf einmal wollen alle meine Freunde sein :), war nur Spaß ;) ). Auf jeden Fall sind sie aber schon alle voll und es sind immer noch nicht alle, die mitkommen abgedeckt. Man lernt hier einfach zu viele Leute kennen. Was soll das nur werden ;). So, langsam tut mir der Rücken weh, da ich gerade auf dem Bett sitze und schreibe, deswegen werd ich mich für heute mal verabschieden. Also bis bald. ganz liebe Grüße. eure silvi
p.s. danke für das Lob für das Tagebuch hier :) und die Lieben Gute Besserungs Wünsche


Wir hinterlassen unsere Spuren hier :)

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