Samstag, 8. September 2007
Vom Segeln und bedrohlichen Tieren
Hey, da bin ich wieder. Nachdem mich heute schon mehrere Klagen über das Ausbleiben eines Eintrages für Gestern erreicht habe, möcht ich mich hier noch einmal bei euch entschuldigen. Tut mir echt Leid, aber ich hatte noch sooooooo viele Hausaufgaben gestern für heute Morgen auf und über dies hinaus noch bis 21.40 Uhr Unterricht, dass ich es nicht mehr geschafft habe. Wollte aber nicht schlecht vorbereitet heute in der Stunde erscheinen, da ich diese ja zusammen mit meiner Gruppe (Gemma, Justin und Jay) heute leiten musste. War ziemlich aufgeregt vorher, da ich ja sozusagen einen Vortrag halten musste, da ich das Hintergrundwissen herausgearbeitet hatte. Nicht, das ich noch nie einen Vortrag gehalten habe, sogar in Englisch hab ich das schon öfters, allerdings noch nie in nem Raum, wo ich die einzige Nicht-Muttersprachlerin bin. Aber im Endeffekt war es dann gar nicht so schlimm und ich glaube, ich hab mich ganz gut geschlagen. Prof. Brooks meinte jedenfalls, dass sie es sehr gut fand :). Könnt euch vielleicht vorstellen, wie erleichtert ich war.
Am Mittag hatten wir dann heute unsere eigentlich richtig erste Segelstunde und es war sooooo cool und vielleicht hab ich ja Glück und bin ein Naturtalent :). Mussten heute nämlich schon ein paar Übungen im Boot machen, allerdings auf dem Land noch und mir ist es beim ersten mal gleich so gelungen, dass der Lehrer gemeint hat, es wäre perfekt gewesen (was ich dann natürlich beim zweiten Mal wiederholt habe :) ). War übrigens die einzige bei der es von Anfang an perfekt geklappt hat :). Bin schon ein wenig stolz auf mich :). Macht aber auch richtig viel Spaß, vor allem wenn ich mir vorstelle, dass ich nächste Woche allein in so nem Boot sitze und über die Bay schipper und ich das alles mehr oder weniger allein schaffen muss. Ich glaub, das wird mir fast noch mehr Spaß machen,als surfen (was aber auch total cool ist). Den Schwimmtest mussten wir auch heute machen und stellt euch vor, . . . ich hab bestanden :) und das wo ich doch gar nicht gerne schwimme und es immer zu vermeiden suche.
Nach dem segeln sind wir noch ein wenig an den Strand gegangen, allerdings war es etwas windig heute, so das es nicht ganz perfektes Strandwetter war. Dort gab es übrigens ein paar Seemöven, die mich stark an Alfred Hitchkoks (wird der so geschrieben?) "Die Vögel" erinnert haben, da sie ständige Attackenzu fliegen schienen und immer kurz vor ode über uns erst stockten und dann bedrohlich dort schweben blieben.
okay, das für heute, morgen gibt es wieder mehr (ich versprechs :) ). ganz liebe Grüße. eure silvi


Traumwellen


Mission Beach


Strandgut


Da fand ich sie noch niedlich, bis sie dann ihre Freunde gerufen hat.

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Donnerstag, 6. September 2007
Amerikanische Autoren und Dresden
Heute war mal wieder ein wenig studieren angesagt. Zuerst in meinem Unterricht und dann beim Treffen mit meiner Affinity Group, welches letztendlich nur Justin und ich bestritten haben, da die anderen beiden nicht konnten. Müssen nämlich am Freitag den Unterricht leiten und sowas sollte ja vorbereitet sein. Bin schon etwas aufgeregt, da ich ja die einzig ínternationale Studentin da bin. Aber das wird schon.
Was ich bei den ganzen Treffen und Gelerne heute herausgefunden habe, fand ich aber noch viel cooler. Justin und ich haben heute über zwei Bücher gequatscht. Das eine von unserem Seminar und ein anderes von dem Kurs, den er danach hatte und in beiden Büchern kam Dresden drin vor. In dem einen spielt es wohl sogar ne ziemlich große Rolle. Er hat mir erzählt, dass der Lehrer wohl den eigentlichen Unterricht für 15 Minuten unterbrochen hätte, um allen erst einmal zu schildern, wie schön es da wäre und Justin meinte nur, er stellt sich das als einen schönen Ort zum Leben vor. Zu diesem Zeitpunkt hatte er allerdings noch keine Ahnung, das dies meine Heimatstadt ist. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie begeistert ich war und als dann auch noch in unserem Buch drei Städte außerhalb Europas vorkamen, nämlich Madrid, Paris und Dresden, war ich hin und weg. Ist irgendwie voll cool. Also, wie ihr seht, irgendwie ist Dresden schon weltbekannt, wenn auch hier erst mal nur denen, die sich für Literatur interessieren :).
Zur Zeit sitz ich hier jetzt aber erst mal tief in Arbeit vergraben, denn wer es glaubt oder nicht, ich habe noch ganze 150 Seiten englischen Text bis morgen Abend zu lesen. Prinzipiell ist das eigentlich nicht so schlimm, da die Texte eigentlich sehr interessant sind und das Buch total spannend. Allerdings habe ich bei englischen Texten das Problem, dass ich mich höchstens eine Stunde am Stückdarauf konzentrieren kann. Danach les ich zwar noch, vergess aber alles spätestens beim nächsten Satz. Ist also ziemlich sinnlos. Also muss ich zwischendurch immer mal ne Pause und was anderes machen (wie jetzt zum Beispiel :) ). So kommt man dann halt nicht ganz so schnell voran. Ist halt doch nicht meine Muttersprache :).
Heute Abend habe ich übrigens zum ersten mal seit ich hier bin ein wenig gefröstelt, als ich heimkam. Waren nur ungefähr 23 Grad.
ganz liebe Grüße. eure silvi


home sweet home. Kein Wunder das diese schöne Kulisse die amerikanischen Autoren beschäftigt


Der Reiz San Diego's sieht da schon wieder ganz anders aus. Auf jeden Fall herrscht keine Scheu vor Kontrasten. Spanischer Kolonialstil neben modernen Hochhäusern.

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Mittwoch, 5. September 2007
Von Seekreaturen und der Austrahlung des Ozeans
Schon merkwürdig, wie schnell man sich an seine Umwelt gewöhnt und anpasst. Nach gerade mal zweieinhalb Wochen habe ich mich schon richtig an die Wärme hier gewöhnt und wenn die Temperaturen Abends auf so ungefähr 25 Grad Celcius runtergehen und noch ein bisschen Wind weht, fange ich jetzt schon das Frösteln an. In Deutschland wäre ich bei 25 Grad am Abend total happy gewesen und hätte von nem Supersommer geredet :). Nachdem Mutti mir heute dann am Telefon berichtet hat, wie kalt es schon bei euch ist, musste ich mich ehrlich dabei ertappen, dass ich mir solche Temperaturen zur Zeit gar nicht mehr vorstellen kann.
Um die Transformation zum Sonnenliebenden Californier auf Zeit auch richtig zu vollziehen, hatte ich heute meine Surfingclass. Und auch wenn wir heute "nur" Theorie gemacht haben, war es doch extrem cool, da man ja lernt, wie man Wellen einschätzen muss, woher sie kommen, an welchem Strand die größten sind etc. Und vor allem haben wir auch erfahren, mit was für Tieren wir dann "zusammen" surfen. Und neben der Tatsache, dass es hier nur ziemlich kleine Haie gibt, die nicht wirklich gefährlich sind (wenn sie beißen, wäre das wohl, wie wenn die Sarah beißt. Tut weh, ist aber nicht zu doll und gefährlich), was ja schon mal sehr erfreulich ist, fand ich die Tatsache, dass es hier wohl sehr viele Delphine gibt am coolsten. Nach unserem Surfingteacher lieben diese das Wellenreiten wohl mindestens genausosehr, wie die Menschen und wir sollten uns nicht wundern, wenn sie auf einmal neben uns in der Welle auftauchen und diese mitreiten. Glaube mal, die sind da auch viel besser drin, als ich :). Freu mich jedenfalls schon riesig auf "meinen ersten" Delphin :). Die gefährlichsten Tiere hier am Strand sind böse Medusaquallen (die es aber zum Glück nicht oft gibt) und Stachelrochen (die es wohl oft gibt). Letztere sind wohl so ca 20cm groß und eigentlich ziemlich scheu, liegen aber gerne im flachen Wasser im Sand rum und sonnen sich und wenn man dann ausversehen auf einen tritt (da die sich wohl auch ziemlich gut anpassen), stechen sie in ihrer Todespanik zu. Nachdem das Gift dann wahrscheinlich im Bein ist, wird dieses wohl von unten nach oben und dann auf das andere übergreifend ganz komisch taub und es tut wohl ziemlich weh. Mit richtig heißem Wasser kann man dieses jedoch in der ersten Stunde nach dem "Angriff" wieder raussaugen und nix größeres passiert. Falls es dafür zu spät ist, ist es auch nicht so, dass man davon ein Bein verliert oder so, aber man sollte wohl einen Arzt aufsuchen und irgendwelche Medizin dagegen bekommen. Dann ist alles wieder ok. Also wie ihr seht sind hier keine von Grund auf bösen Tierchen am Strand, was das surfen umso angenehmer machen wird. Noch dazu, wenn man das zusammen mit Delphinen und Seelöwen macht, die hier übrigens gerne mit Hunden verglichen werden, da sie ganz gern mal bellen und ab und zu wenn sie sich bedroht fühlen auch beißen.
Nach der Stunde waren wir jedenfalls noch mal am Strand und ich war so hin und weg. Ich weiß nicht genau was es ist, aber irgendwie übt der Ozean immer wieder aufs neue eine unheimlich faszinierende, beruhigende, eine "alles ist in Ordnung und einfach schön" Atmosphäre auf mich aus. Ich könnte einfach nur stundenlang dort stehen, mit den Füßen in der Brandung und die Wellen beobachten. Dabei kann man wirklich alles um sich herum vergessen und genauso gut an alles was einem wichtig ist erinnert werden. Einfach magisch irgendwie.
Leider hatte ich meinen Foto heute vergessen, so dass ich keine neuen Bilder machen konnte, aber das hol ich nach. Versprochen.
Bis dann. ganz viele liebe Grüße. eure silvi


ob die auch surfen können? :)


Brandung, hoffe ich bekomme die Wellen dann, bevor sie dort sind :)


unendliche Weiten, die es zu ergründen gilt

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